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Posts Tagged ‘facebook’

google_sm2Heute schon nachgeschaut, was Google über Dich weiss? Manchmal schadet das wirklich nicht. Ganz neu ist die Diskussion zum Thema Online-Reputation nicht.  Es macht sich einfach nicht gut, wenn die Personalabteilung ihren Bewerber wegen aussagekräftiger Partyfotos schon vor der Einstellung als Kampftrinker identifiziert. Eigentlich sollte das inzwischen  jeder mal gehört haben.

Doch auch ohne ausschweifenden Lebenswandel lohnt es sich mal zu fragen: Was weiss Google über mich? Die private Handynummer, eine Beziehung mit einer Frau namens Claudia, Claudias Telefonnummer im Büro, die Vergangenheit in einer Rockband… Der 29jährige Franzose Marc L. war ganz offenbar etwas unvorsichtig mit seinen persönlichen Daten im Netz. Deshalb hat das französische Magazin “Le Tigre“ mit ihm eine gleichermassen faszinierende wie erschreckende journalistische Darstellungsform erfunden:  “Das Google-Portrait.”

In diesem Portrait erfährt der Leser Dank offener Einträge in Flickr und Facebook eine ganze Menge über Marc L***. Inzwischen hat Marc alle seine Einträge gelöscht. Nach einer Meldung der französischen Nachrichtenagentur AFP will “Le Tigre” aber auch in Zukunft solche Google-Portraits veröffentlichen.

Wer keine Lust auf Portraits in französischen Magazinen hat, sollte sich bei Facebook in der Rubrik “Settings” mal ganz in Ruhe den Bereich “Privacy Settings” anschauen.  Sowas gibt es auch in den meisten anderen Social-Media-Angeboten.

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Wiedersehen

Wiedersehen mit STOMP-Kollegen

Vier Tage Singapur und danach noch einige Tage am Strand von Bali. So frisch aus den Ferien zurück, muss ich feststellen, dass sich die Mediennutzung auch in diesem Bereich in den vergangenen fünf bis zehn Jahren unglaublich verändert hat.

  • Das fängt schon bei banalen Dingen wie der Buchung des Flugs an. Ein Online-Preisvergleich zwischen der Fluggesellschaften Quantas, Swiss oder Singapore Airline ist schon lange selbstverständlich.
  • Erstaunt bin ich auch, wie stark ich mich von der Meinung wildfremder Menschen beeinflussen lasse. Der Blick auf die offizielle Webseite des Hotels in Bali reicht nicht mehr. Gierig haben ich vor der Buchung die Erfahrungsberichte anderer Reisender auf Seiten wie holdiaycheck und tripadvisor durchforstet. Da bin ich kein Einzelfall, wie auch Erfahrungsberichte zu anderen Themen auf Plattformen wie ciao zeigen. Mehr zu dem Thema lässt sich in einer spannenden US-Studie nachlesen. Neben der Zusammenfassung von „When did we start trusting strangers“ bei Slideshare gibt es im Hobson und Holtz Report auch noch einen Download-Link zur kompletten Studie.
  • Als Schüler hatte ich immer grausame Probleme, wenn es um den Erhalt der Brieffreundschaften mit Austauschschülern ging. Ich war nicht nur „schreibfaul“ sondern auch „briefmarkenfaul“. Alle Kontakte sind deshalb immer nach zwei Monaten eingeschlafen. Dank Facebook war das dieses Mal anders. Als ich im Januar und Februar zur Fortbildung bei STOMP in Singapur war habe ich viele der Arbeits-Kollegen zu meinen Facebook-Kontakten hinzugefügt. Vor den Ferien haben wir uns über den Facebook-Chat und Facebook-Nachrichten für ein Wiedersehen verabredet. Kein Einzelfall. Beim Warten auf den Rückflug standen zwei junge Frauen neben mir, die sich frisch kennengelernt hatten. Statt der Mailadresse wurde nur geklärt: Bist Du bei Facebook oder studi.VZ?
  • Nach einigen Jahren mit einem Internet-PC in komischen Hotelbüros, muss ich auch dem Thema WLAN und iPhone Bestnoten geben. Es ist schon klasse, wenn ich die privaten Mails im kostenlosen WLAN der Hotellobby checken kann. Zwischendruch hat es mir auch immer mal wieder für einen Blick auf den spannenden Kanada-Reiseblog eines Bekannten gereicht.  Mit iPhone und WLAN konnte ich mir dieses Jahr auch das leidige Postkarten schreiben sparen. Dank eines Widgets mit Foto-Upload für Facebook konnte ich meinem Sohn und einigen Arbeitskollegen schon von Bali aus die ersten Fotos aus den Ferien zeigen.
  • Einmal zurück, bleiben eigentlich nur noch wenig Dinge übrig. Die schönsten Fotos auf Flickr geladen und den Eltern einen Link gemailt.

Dank Web ist dann zuhause auch endlich meine grössten Frage aus den vergangenen Wochen beantwortet. Wer mal ein paar Tage in einem Hotel mit vielen asiatischen Touristen verbracht hat, weiss, was ich meine: Sobald zum Beispiel Japaner vor einer Kamera stehen formen sie mit Mittel- und Zeigefinger Winston Churchills bekanntes Victory-Zeichen. Woran das liegt, weiss Wikipedia:

„In ostasiatischen Ländern wie Japan, Südkorea und Taiwan wird die Geste auch sehr oft auf Fotos oder Filmaufnahmen gemacht. Hierbei ist die Bedeutung in etwa glücklich, soll also einfach nur ein Lächeln unterstreichen.“ (Quelle Wikipedia)

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