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Posts Tagged ‘chumby’

Vor zehn Jahren habe ich während meines Volontariats das erste Mal über das Format MP3 geschrieben. Obwohl es vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen entwickelt wurde, hatte es damals noch so einen Hauch vom Musik-Piraten-Format. Und ohne diese Erfindung wären Tauschbörsen wie Napster, Audigalaxy oder Kazaa nie möglich gewesen.

Steve Jobs hätte wahrscheinlich auch nicht so viele iPods und iPhones verkauft, wenn es kein MP3 geben würde. Irgendwie frage ich mich auch immer wieder, warum sich nie jemand über das kinderleichte Konvertieren von CDs in MP3 mit iTunes beschwert hat.

So richtig wichtig ist das allerdings nicht mehr, denn die Musikindustrie hat längst eingesehen, dass sich mit dem Internet das gesamte Geschäftsmodell geändert hat:

  • Als Radiowecker kann mein wireless device chumby auf die riesige Programmpalette von Shoutcast zugreifen.
  • Bei der Arbeit am Laptop probiere ich auch immer mal wieder Dienste wie last.fm oder GrooveFM aus.
  • Dank Sites wie podOmatic ist es auch sehr einfach geworden abwechslungsreiche DJ-Mixe für iPhone oder iPod zu finden.

Wenn ich ehrlich bin, hat die Digitalisierung dazu geführt, dass meine ganze Schallplattensammlung mehr Kontakt mit dem Hausstaub als mit dem Plattenspieler hat.

Geballte Sehnsucht nach einem Wiedersehen mit dem Plattenspieler

Früher habe ich in manchen Monaten mehr als 400 Mark für Schallplatten ausgegeben. In diesem Jahr waren es bisher nicht mal 40 Franken. Und dabei habe ich noch einen Gutschein für iTunes genutzt.

Bleibt die Frage, wovon die Musikbranche heute noch leben kann. In der vergangenen Woche gab es mehrere spannende Antworten darauf:

  • „Comes with Music“ heisst die neueste Idee von Nokia. Beim Kauf bestimmter Handys sollen die Kunden in Zukunft ein Jahr lang kostenlosen Zugang zu 5 Millionen Songs bekommen.

Wer wissen will, was morgen noch so alles auf die Branche wartet, sollte auf jeden Fall mal in den Podcast des britischen Guardians reinhören. Dort diskutieren ein paar Menschen, deren Branche den Wandel bereits hinter sich hat:

  • Sony/BMG’s Director of Strategy, Federico Bolza
  • Martin Sticksel von Last.fm
  • Ian Hogarth, CEO von Songkick
  • Ben Perreau CEO von gigulate

Wenn ich mir die Diskussionen im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse anschaue, sollten wohl nicht nur Musikfans beim Guardian reinhören. Ich würde keinen Franken wetten, dass Amazons E-Book-Reader Kindle spurlos an der Buchbranche vorbeigeht.

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Elliot liebt Chumby

Offensichtlich machen auch die Widget-Programmierer des chumbys manchmal Sommerpause. In den vergangenen Wochen gab es  für den europäischen Geschmack weniger neue Widgets. Die Busverspätung oder der Stau in den USA ist ja nicht immer so interessant, wenn der chumby in Bern, Basel oder Zürich steht.  Wer Lust hat, mal für den Schweizer Markt ein paar praktische Widgets zu machen, kann sich gerne bei mir melden.

Als kleiner Trost im Sommerloch bleibt bis dahin nur der offizielle Chumby-Blog : Dort habe ich das Liebespaar Eliott und chumby gefunden:

Youtube-Video: Chumby und Elliot

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Wenn das mal nicht zur Serie wird. In den vergangenen Wochen haben wir an dieser Stelle viel über mein kleinen wireless Chumby gehört. Neben den Home-Videos gibt es bei Youtube nun auch einen TV-Auftritt des kleinen Multimedia-Wunders. Ich bin mir sicher, dass die Leser dieses Blogs das Quiz richtig beantwortet hätten.

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Frisch aus den Ferien zurück, mag das Leben unter Touristen noch kein Ende nehmen. Schon eine Woche vor der UEFA EURO 2008 nimmt die Zahl der Touristen in Basel spürbar zu. Da stellt sich schon die Frage, wie das erst nach dem Anpfiff wird.

Mein wirelesse Device Chumby ist seit heute für den grossen Tag gerüstet. „Load Image from URL“ heisst das unscheinbare Widget, das mich in den kommenden Wochen auf dem Laufenden hält. Damit ist es mir möglich folgende Webcams in Basel auf den Chumby zu zaubern:

So sehe ich also immer, wo es zu grossen Touristenströmen in der Stadt kommt.

Mal sehen, wann es die UEFA merkt. Im Moment funktioniert auch noch: St. Jakob Park und der Blick auf die Fanzone Riviera. Das klappt sogar, wenn ein Basler Unser Bier auf meinem Tisch steht. Alle Aktiviäten kann so ein Sponsorenvertrag wohl doch noch nicht regeln.

Stadion via Webcam

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In Deutschland gibt es einen Bilderbuch-Klassiker, der schon seit 1924 die Kinderzimmer erobert. Ich kann mich noch gut erinnern, wie mein Sohn beim Vorlesen mit strahlenden Augen die Reime von Albert Sixtus vollendete. Wir hatten schöne Stunden mit der Häschenschule.

Damals hätte ich mir nicht träumen lassen, dass auch ich nochmal in einer Häschenschule die Schulbank drücken muss. Nach elf Tagen habe ich sie gestern ohne Abschluss verlassen.

NABAZTAG – Eine Hase, den ich nicht empfehlen kann.

Blöder Hase

Mein erster Schultag
Klingt komisch, ist aber wahr: Angefangen hat die ganze Geschichte an Ostern. Da bin ich im Web zum ersten Mal über den wireless Hasen NABAZTAG gestolpert. Von der Idee hat er einige Ähnlichkeiten mit meinem Freund Chumby. Er ist ein wireless Device, das bereits in der zweiten Version auf dem Markt ist. Der neue Hase kann laut Angaben des Herstellers über das Internet konfiguriert werden. Neben dem Vorlesen von RSS -Feeds, Podcasts und Wettevorhersage soll er auf Knopfdruck auch Widgets von Medien wie dem deutschen Nachrichtenmagazin Spiegel vorlesen. Der Preis von mehr als 200 Franken hat mich aber abgeschreckt.

Zur Eröffnung des Baslers FNACS am 19.4. 2008 bin ich dann doch schwach geworden:

Komm schon Kleiner
Am Anfang war ich noch geduldig. Die bescheidene Gebrauchsanweisung wird durch eine gute Webseite aufgewogen. Nach drei Stunden mit einem orange blinkenden Offline-Hasen und einem Rundgang durch die Foren habe ich dann doch eine Mail an den Support geschrieben: Hardware, Verschlüsselung, Betriebssystem, Browser – ich würde es mal qualifizierte Fehlermeldung nennen. Mit Freude habe ich den Autoresponder gelesen, dass alle Anfragen innerhalb von zwei Tagen beantwortet werden.

Häschen in der Grube sass und schlief
Am Abend des 22. Aprils habe ich mir gedacht, dass ich nach der doppelten Wartezeit von vier Tagen (!) mit einem nutzlosen Gerät im Wert von über 200 Schweizer Franken dann doch mal nachhaken muss. Bei der Gelegenheit habe ich ihnen auch gleich geschrieben, dass im Forum von Problemen mit WPA verschlüsselten WLans berichtet wird. Mit einem dezenten Hinweis auf meine anderen funktionierenden Devices (Laptops, Chumby, Drucker…) und meinen Beruf habe ich den Support dann doch noch geweckt.

Bunny-Bilder gefragt
Mittwoch 23.4.: „Sorry for the late answer. Wir helfen Dir. WPA-Verschlüsselung ist kein Problem. Schick uns die Screens vom Anmelde-Prozess.“ Nach einer guten Stunde Bunny-Screenshot-Session geht ein PDF mit sechs Seiten und den Screens auf MAC- und PC-Ebene raus. Der Hase verweigert übrigens immer noch das grüne Licht und blinkt mich stattdessen höhnisch mit einem orangen Lichtlein auf dem Bauch an.

Hallo, Hase?
Freitag 25.4. Die nächste Mail. Hey, Leute. Bitte helft mir endlich. Ihr hattet zwei weitere Tage Zeit für meine Screens. Ich will jetzt ne Antwort, dann kann ich ihn am Wochenende konfigurieren. Zur Sicherheit gibts neben der Ticketnummer auch nochmal das PDF mit den Screens in der Mail.

Jetzt ziehe ich Euch die Ohren lang
Dienstag, 29.4. Geduld und Höflichkeit sind nach vier weiteren Tagen ohne Hilfe erschöpft. Ich erinnere Julien vom NABAZTAG-Support nochmal an die alte Regel, dass unzufriedene Kunden ihren Ärger häufiger weitergeben als es beim Lob der zufriedenen Hasenhalter der Fall ist. „Mach endlich Dein Job“, schreibe ich ihm, bevor ich fluchend ins Büro verschwinde. Kurz darauf erreicht mich dann doch noch eine Mail: Ich habe meinen Job gemacht. Screenshots? Ich habe keine von Dir bekommen. Scheint aber am Gerät zu liegen. Wir schicken Dir ein neues Exemplar. Bitte sende Deinen Hasen doch zu uns nach Paris.“

Zumindest in Basel stimmt der Service
Genug ist genug und das sieht sogar der Filialleiter vom FNAC in Basel ein. Nach einem Blick auf den Mailwechsel mit dem Support nimmt er das tote Tier zurück, gibt mir mein Geld wieder und entschuldigt sich sogar bei mir. Respekt!

Hasenrezepte gesucht
Für den wireless Hasen kommt jetzt jede Hilfe zu spät. Mir kommt der nicht mehr ins Haus. Aber für die Küche könnte ich noch Tipps gebrauchen. Wer ein gutes Rezept für einen saftigen Hasenbraten oder eine leckere Hasenkeule hat, darf dies gerne in den Kommentaren posten oder mir eine Mail mit dem Betreff „Rache-Dinner“ schicken.

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In Sachen Internet war die New York Times sicherlich nicht immer im Spitzenfeld. Mancher kann sich vielleicht noch erinnern, wie mühsam es war, als Online-Texte nur für registrierte Nutzer angeboten wurden. Das war zwar wie heute bei CASHdaily kostenlos, aber genauso umständlich und abschreckend.

Vor diesem Hintergrund ist es überraschend, dass nun ausgerechnet die New York Times den Chumby zum Newsmonster macht. Neun Widgets mit Schlagzeilen, Volltext- und Mail-Forward-Option hat das Verlagshaus inzwischen im Angebot. Im Gegensatz zum RSS-Reader wurden hier auch die Fotos zu den einzelnen Artikeln optimiert. Und sogar die Zoomfunktion der Bilder funktioniert.

Im Moment sind folgende Themengebiete als einzelne Widgets verfügbar:

  • Top Stories
  • Politics
  • World
  • Technlogy
  • News in Pictures
  • Business
  • Fashion
  • Sports
  • Arts

Zur Erinnerung: Chumby startet morgens mit einem Knopfdruck und ist innerhalb von vielleicht fünf Sekunden bereit. Und dann kann es mit den Schlagzeilen aus den Ressorts schon losgehen. Ein verdammt schnelle und einfache Variante für den Newskonsum.

Wenn das jemand mit Nachrichten aus der Schweiz anbieten würde, hätte er mindestens einen Abonnenten sicher….

Screenshot zum Widget der New York Times

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Königin mit Rädern unten dran

Kann sich noch jemand an Foyer des Arts erinnern? In den Achtzigern hatte die Band mit Max Goldt sowas wie zwei Hits in der Neuen Deutschen Welle. Einer davon war „Wissenwertes über Erlangen“. Noch ungewöhnlicher war allerdings das Lied von der „Königin mit Rädern“ unten dran.

Wer hätte gedacht, dass dieses Stück aus dem Album „Von Bullerbue nach Babylon“ mal Realität wird. In der aktuellen Chumby-Geschichte aus Wired gibt es jetzt ein wunderschönes Foto dazu.

Screenshot Wired

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