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Posts Tagged ‘Audio-Slideshow’

Die Diskussion über die Zukunft des Journalismus ist wirklich nicht neu. Allein die Antworten fallen recht unterschiedlich aus. Eine Serie der Süddeutschen in Zusammenarbeit mit dem Berliner Institut für Medien- und Kommunikationspolitik bringt nochmal einen schönen Überblick, wo es mit Journalisten und Ihrem Beruf in den kommenden Jahren hingehen könnte.

Schon in den Fragestellungen der Interviews schwingen oft mehr Befürchtungen als Hoffnungen mit. Da tut es gut, wenn Philip Meyer als Professor für Journalismus an der University of North Carolina auch über die Chancen spricht, die sich beim Zusammenwachsen von traditionellen und den Neuen Medien ergeben.

Im vergangenen Jahr habe ich oft mit Print-Journalisten von Coopzeitung, Coopération und Cooperazione diskutiert, warum es toll sein kann, wenn sie auch an den Inhalten für Neuen Medien mitarbeiten. Zumindest einige der folgenden Argumente finden Zustimmung:

  • Mehr Möglichkeiten: Das Internet gibt Journalisten mehr Chancen eine Geschichte zu erzählen: Hörproben, Audio-Slideshows oder Web-Videos sind starke neue Stil-Mittel. Sogar beim Text gibt es mehr Möglichkeiten, denn jenseits aller Layoutzwänge, ist der Platz im Internet zumindest theoretisch unbegrenzt. Das soll natürlich nicht heissen, dass wir Leser dort mit unendlichen Mengen langweiligen Kram belästigen können. Denn gerade im Web wollen Leser sauber formulierte und gut strukturierte Texte.
  • Mehr Freiheit: Für Internet-Archivare ist es oft der blanke Horror, aber gute Online-Geschichten wachsen und können immer wieder ergänzt werden. Was mit einer kleinen Meldung beginnt, kann zu einem kompletten Online-Feature mit Fotos, Videos und unterschiedlichen Textformen wachsen. Ist der Zeitungsartikel mal gedruckt, lässt er sich dagegen nicht mehr ändern. Für den nächsten Tag bleibt im besten Fall eine Folgeberichterstattung.
  • Mehr Interaktion: Notorische Leserbriefschreiber waren lange Zeit der Schrecken vieler Redaktionen. In Zeiten von Foren und kommentierbaren Online-Artikeln bekommen Journalisten auch jetzt nicht nur freundliche Worte für ihre Arbeit. Trotzdem ist die Qualität der Diskussion nicht nur auf Plattformen wie Facts 2.0 oder zoomer.de oftmals deutlich höher als beim Leserbrief. Und manchmal liefern die Online-Diskussionen zu einem Artikel wertvolle Mehrwerte zum Thema, die ein Journalist in der Zeitung gar nicht bieten konnte. Wichtig ist allerdings, dass Journalisten die Beiträge ihrer Leser auch ernst nehmen. Die Veröffentlichung einiger Online-Beiträge in der Zeitung ist sicher der richtige Schritt. Wenn den Lesern dort allerdings eine Diskussion auf „beachtlichem Niveau“ bescheinigt wird, kann das schnell überheblich wirken. Hat da jemand ein schlechtes Diskussions-Niveau bei seinem Online-Lesern erwartet oder warum muss das so betont werden?

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Es hat ganz harmlos angefangen. Walton Morais, Head Trainig bei der Singapore Press Holdings, hat mich auf einen Fruchtsaft im Betriebsrestaurant eingeladen. Er ist der Mann, der meinen Aufenthalt hier überhaupt ermöglicht hat. Wie haben uns auf Anhieb sehr gut verstanden. Nach einer guten Stunde mit Gesprächen über Medien in Singapur und in der Schweiz fragt er plötzlich: „Kannst Du mir einen Gefallen tun? Würdest Du vor meiner Klasse mit Nachwuchsjournalisten eine Präsentation halten?“

Da kann ich ja schlecht nein sagen. So erzähle ich den Nachwuchsjournalisten heute, was Medienkonvergenz ist. Also wieviele schöne Online-Inhalte enstanden sind, weil die Printjournalisten und Fotografen der Coop Presse bereits vor ihrer Reportage darüber nachgedacht haben, was es da noch für einen Mehrwert im Internet geben könnte.

Auch vom Coop Online-Coach und seinen engagierten Bloggerinnen werden wir heute reden. Genauso wie über die Verlängerung von beliebten Zeitungsinhalte ins Netz. Wenn wir dann über Video-Rezept und den Podcast von Margarethe Letzel gesprochen haben, werden wir sicher auch noch unser neuestes Highlight mit „Schreiber versus Schneider“ schauen. Unser erstes Video ist ja bereits online.

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