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Was ist Web 2.0?

Mit der Frage „Was ist Web 2.0“ lässt sich Seite über Seite in einem Blog füllen. Oder man – in diesem Fall war es eine Frau – nimmt einen Stift zur Hand und zeichnet es auf.

Gleichermasse einfach, wie genial, was Jessica Hagy da in Ihrem Blog macht:

Quelle: Jessica Hagy unter http://indexed.blogspot.com

Wer mehr von diesem Zeichnungen will, findet bei Amazon auch ein Buch von ihr.

Vor zehn Jahren habe ich während meines Volontariats das erste Mal über das Format MP3 geschrieben. Obwohl es vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen entwickelt wurde, hatte es damals noch so einen Hauch vom Musik-Piraten-Format. Und ohne diese Erfindung wären Tauschbörsen wie Napster, Audigalaxy oder Kazaa nie möglich gewesen.

Steve Jobs hätte wahrscheinlich auch nicht so viele iPods und iPhones verkauft, wenn es kein MP3 geben würde. Irgendwie frage ich mich auch immer wieder, warum sich nie jemand über das kinderleichte Konvertieren von CDs in MP3 mit iTunes beschwert hat.

So richtig wichtig ist das allerdings nicht mehr, denn die Musikindustrie hat längst eingesehen, dass sich mit dem Internet das gesamte Geschäftsmodell geändert hat:

  • Als Radiowecker kann mein wireless device chumby auf die riesige Programmpalette von Shoutcast zugreifen.
  • Bei der Arbeit am Laptop probiere ich auch immer mal wieder Dienste wie last.fm oder GrooveFM aus.
  • Dank Sites wie podOmatic ist es auch sehr einfach geworden abwechslungsreiche DJ-Mixe für iPhone oder iPod zu finden.

Wenn ich ehrlich bin, hat die Digitalisierung dazu geführt, dass meine ganze Schallplattensammlung mehr Kontakt mit dem Hausstaub als mit dem Plattenspieler hat.

Geballte Sehnsucht nach einem Wiedersehen mit dem Plattenspieler

Früher habe ich in manchen Monaten mehr als 400 Mark für Schallplatten ausgegeben. In diesem Jahr waren es bisher nicht mal 40 Franken. Und dabei habe ich noch einen Gutschein für iTunes genutzt.

Bleibt die Frage, wovon die Musikbranche heute noch leben kann. In der vergangenen Woche gab es mehrere spannende Antworten darauf:

  • „Comes with Music“ heisst die neueste Idee von Nokia. Beim Kauf bestimmter Handys sollen die Kunden in Zukunft ein Jahr lang kostenlosen Zugang zu 5 Millionen Songs bekommen.

Wer wissen will, was morgen noch so alles auf die Branche wartet, sollte auf jeden Fall mal in den Podcast des britischen Guardians reinhören. Dort diskutieren ein paar Menschen, deren Branche den Wandel bereits hinter sich hat:

  • Sony/BMG’s Director of Strategy, Federico Bolza
  • Martin Sticksel von Last.fm
  • Ian Hogarth, CEO von Songkick
  • Ben Perreau CEO von gigulate

Wenn ich mir die Diskussionen im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse anschaue, sollten wohl nicht nur Musikfans beim Guardian reinhören. Ich würde keinen Franken wetten, dass Amazons E-Book-Reader Kindle spurlos an der Buchbranche vorbeigeht.

Wiedersehen

Wiedersehen mit STOMP-Kollegen

Vier Tage Singapur und danach noch einige Tage am Strand von Bali. So frisch aus den Ferien zurück, muss ich feststellen, dass sich die Mediennutzung auch in diesem Bereich in den vergangenen fünf bis zehn Jahren unglaublich verändert hat.

  • Das fängt schon bei banalen Dingen wie der Buchung des Flugs an. Ein Online-Preisvergleich zwischen der Fluggesellschaften Quantas, Swiss oder Singapore Airline ist schon lange selbstverständlich.
  • Erstaunt bin ich auch, wie stark ich mich von der Meinung wildfremder Menschen beeinflussen lasse. Der Blick auf die offizielle Webseite des Hotels in Bali reicht nicht mehr. Gierig haben ich vor der Buchung die Erfahrungsberichte anderer Reisender auf Seiten wie holdiaycheck und tripadvisor durchforstet. Da bin ich kein Einzelfall, wie auch Erfahrungsberichte zu anderen Themen auf Plattformen wie ciao zeigen. Mehr zu dem Thema lässt sich in einer spannenden US-Studie nachlesen. Neben der Zusammenfassung von „When did we start trusting strangers“ bei Slideshare gibt es im Hobson und Holtz Report auch noch einen Download-Link zur kompletten Studie.
  • Als Schüler hatte ich immer grausame Probleme, wenn es um den Erhalt der Brieffreundschaften mit Austauschschülern ging. Ich war nicht nur „schreibfaul“ sondern auch „briefmarkenfaul“. Alle Kontakte sind deshalb immer nach zwei Monaten eingeschlafen. Dank Facebook war das dieses Mal anders. Als ich im Januar und Februar zur Fortbildung bei STOMP in Singapur war habe ich viele der Arbeits-Kollegen zu meinen Facebook-Kontakten hinzugefügt. Vor den Ferien haben wir uns über den Facebook-Chat und Facebook-Nachrichten für ein Wiedersehen verabredet. Kein Einzelfall. Beim Warten auf den Rückflug standen zwei junge Frauen neben mir, die sich frisch kennengelernt hatten. Statt der Mailadresse wurde nur geklärt: Bist Du bei Facebook oder studi.VZ?
  • Nach einigen Jahren mit einem Internet-PC in komischen Hotelbüros, muss ich auch dem Thema WLAN und iPhone Bestnoten geben. Es ist schon klasse, wenn ich die privaten Mails im kostenlosen WLAN der Hotellobby checken kann. Zwischendruch hat es mir auch immer mal wieder für einen Blick auf den spannenden Kanada-Reiseblog eines Bekannten gereicht.  Mit iPhone und WLAN konnte ich mir dieses Jahr auch das leidige Postkarten schreiben sparen. Dank eines Widgets mit Foto-Upload für Facebook konnte ich meinem Sohn und einigen Arbeitskollegen schon von Bali aus die ersten Fotos aus den Ferien zeigen.
  • Einmal zurück, bleiben eigentlich nur noch wenig Dinge übrig. Die schönsten Fotos auf Flickr geladen und den Eltern einen Link gemailt.

Dank Web ist dann zuhause auch endlich meine grössten Frage aus den vergangenen Wochen beantwortet. Wer mal ein paar Tage in einem Hotel mit vielen asiatischen Touristen verbracht hat, weiss, was ich meine: Sobald zum Beispiel Japaner vor einer Kamera stehen formen sie mit Mittel- und Zeigefinger Winston Churchills bekanntes Victory-Zeichen. Woran das liegt, weiss Wikipedia:

„In ostasiatischen Ländern wie Japan, Südkorea und Taiwan wird die Geste auch sehr oft auf Fotos oder Filmaufnahmen gemacht. Hierbei ist die Bedeutung in etwa glücklich, soll also einfach nur ein Lächeln unterstreichen.“ (Quelle Wikipedia)

Wow, das bedeutet Bloggen in Rekordgeschwindigkeit. Das im Folgenden beschrieben WordPress-Tool funktioniert tadellos. Eintrag kopiert „Hier Klicken“-Button in den Bookmarks gedrückt und schon ist der gesamte folgende Eintrag im Editor.

Press This Bookmarklet

Blogging is about more than sharing your ideas. It’s about sharing your discoveries: quotes, images, videos, announcements from awesome blogs like this one. And it’s about doing it quickly.

Collect and share bits of the web easier and faster than ever with Press This, the new WordPress bookmarklet.

1. Drag the Press This bookmarklet to your toolbar from the Shortcuts section to the right of your post editor.

2. Surf the web.

3. Click the Press This button in your toolbar any time you find something cool you want to re-post. Try highlighting text first if that’s what you want to share.

4. Select and arrange text, images, video, or quotes within the Press This window. Add your thoughts and edit at will.

5. Publish or save directly from the window when you’re done.

6. Ta da Your favorite content is now live on your blog, along with your brilliant insights.

Quelle:

Press This Bookmarklet « WordPress.com.

Leider kann ich das Video noch nicht damit kopieren. Deshalb hier nochmal ein passender youTube-Link:

Was ist Twitter?

Manchmal muss es einfach ein Klassiker sein! Vor gut einem Jahr bin ich zum ersten Mal über die Erklärung „Was ist ein Wiki“. gestolpert. Seit dem hat die Common Craft Show schöne Erklärungen für so manches Web-Buzzword gefunden.

Und selbst für das Phänomen Twitter hat Common Craft eine einfache Erklärung gefunden. Hier wird vielleicht auch Kritikern klar, warum nicht jeder der twittert (zwitschert) auch einen Vogel hat.

YouTube-Video zur Erklärung von Twitter

Was ist YouTube?

Manche Fragen stellt man besser nicht im Klassenzimmer: „Was ist YouTube?“ ist so eine Frage. Die Schüler würden einen nur auslachen. An der Kansas State University sieht das ganz anders aus. Dr. Michael Wesh hat aus der Frage „Was ist YouTube?“ einen gleichermassen lehrreichen wie unterhaltsamen Vortrag gebastelt. Der dauert mehr als 50 Minuten und schlummert deshalb schon einige Wochen in meinem Delicioius-Account. Fürs Wochenende oder einen regnerischen Abend kann ich den Streifzug durch die Geschichte der Videoplattform YouTube aber durchaus empfehlen.

YouTube-Video: An anthropological introduction to YouTube

PS: Wer über Google auf diesem Beitrag gelandet ist: Auch dieses Video kommt von der Webseite YouTube.

Wer mich schon länger kennt, weiss, dass ich beim Zügeln immer ein paar Tausend Schallplatten im Gepäck habe. Der Grund ist eine Jugend mit wenig Licht und viel Groove. Mein Studium habe ich mit dem Auflegen von Platten finanziert. Manchmal gab es da auch den einen oder anderen Zuhörer mit Interesse an „meiner“ Musik. „Kannst du mir nicht mal ein Tape machen?“. Das ist die Frage, mit der jede Frau in die Schublade „Kassettenmädchen“ gelangte.

Grafisch ist dieses Phänomen schon längere Zeit auf einer schönen Webseite umgesetzt. Musikalisch gab es da lange Zeit noch keine Alternative. Wer will sich schon mit einer CD-Rohling-Frau zum Capuccino treffen?

Manische Musiksammler können jetzt aufatmen. Nun gibt es endlich eine Webseite, die für das Kassettenmädchen 2.0 taugt. Bei Muxtape kann jeder seinen eigenen Webmix aus der iTunes-Bibliothek online stellen.

Echt funky. Oder?