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Archive for Juli 2008

Elliot liebt Chumby

Offensichtlich machen auch die Widget-Programmierer des chumbys manchmal Sommerpause. In den vergangenen Wochen gab es  für den europäischen Geschmack weniger neue Widgets. Die Busverspätung oder der Stau in den USA ist ja nicht immer so interessant, wenn der chumby in Bern, Basel oder Zürich steht.  Wer Lust hat, mal für den Schweizer Markt ein paar praktische Widgets zu machen, kann sich gerne bei mir melden.

Als kleiner Trost im Sommerloch bleibt bis dahin nur der offizielle Chumby-Blog : Dort habe ich das Liebespaar Eliott und chumby gefunden:

Youtube-Video: Chumby und Elliot

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Rund zwei Seiten pro Visit zählt das deutsche Nachrichtenportal zoomer.de nach der aktuellen IVW-Auswertung in Deutschland. Die Konkurrenz spottet sofort über Chefredaktor Frank Syré und sein Team.  Spiegel Online – so ist es in der Medienlese bei Florian Steglich nachzulesen – „kommt auf ein Verhältnis von sechs Page-Impressions pro Visit“. Grund genug, für ein Video-Interview mit Syré im turi2.tv.

Über was dort wenig gesprochen wird, ist das alte Branchen-Thema der Klickschinderei an anderen Stellen. Die Tradition geht mindestens zehn Jahre zurück. Am Anfang hat mal jemand gemerkt, dass die Statistik keinen Unterschied zwischen einem Artikel und dem Foto aus einer Foto-Show macht. Deshalb wurden irgendwann alle verfügbaren Fotos zu einem Artikel in eine Fotoshow gepackt.

Eines Tages war das nicht mehr genug. Dann wurde der Wert einer Meldung bei einigen Kollegen nach der Menge der Fotos bemessen.  Madonna hat sich eine neue Buddha-Statue gekauft? Tolle Meldung, da lassen sich auch gleich noch die 15 freizügigen Fotos aus ihren Filmen verlinken. Schön auch die Idee mit den Spielen. Was hatten sich die Kollegen damals über Flash-Spiele mit HTML-Fragmenten gefreut. Im Antwortspiel mit 20 Fragen, galt jede Antwort als Klick und verhalf der Statistik zu neuen Höhenflügen.

„Schnee von gestern“, meinen viele. Irgendwann muss sich das Internet ja endlich mal als seriöses Werbemedium etablieren. Offenbar nicht überall, denn ausgerechnet in den Online-Auftritten der bekanntesten Zeitungen in Deutschland, hat der Medienjournalist Stefan Niggemeier noch vor den Olympischen Spielen eine Doping-Kontrolle gemacht. Wer hätte das gedacht:

sind bei dieser Kontrolle alle positiv getestet. Wie dort mit Sudoku, Kreuzworträtseln und Silbenrätseln Klicks generiert werden ist sehr lesenswert.

Ich sehe heute nicht mehr nach, wie diese Themen in der Schweizer Presse gelöst sind. Aber kann mir jemand sagen, wie ich nach so einem Quatsch einem Werbekunden die Qualität des Internets verKLICKern kann?

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Manchmal wundere ich mich ja schon. Inzwischen ist es wohl sechs Jahre her, dass ich meinen letzten Live-Chat auf www.t-online.de moderiert habe. Trotzdem taucht das Moderatoren-Portrait bei der Suche nach meinem Namen immer noch an dritter Stelle als Treffer bei Yahoo auf.

Prominenter Treffer mit totem Link bei Yahoo


Ich kann mich noch gut an die nervösen Momente erinnern. Schnell noch einen Schluck Wasser, ein kurzes Räuspern, Kamera an und los ging es: „Hallo und herzlich Willkommen zum T-Online-Live-Chat…“ Über manche Jugendsünden legt sich glücklicherweise auch im Web der Schleier des Vergessens.

Nicht vergessen habe ich dagegen die Problematik mit dem Format Live-Chat. Die Teilnehmerzahlen waren höchst bescheiden. Und das obwohl wir damals schon den kompletten Chat in Bild und Ton gestreamt haben. Zumindest ein Gutes hatte dieses aufwändige Vorgehen: Irgenwann wurden diese Produktionen mit drei Kameras so teuer, dass die Chats auch wieder eingestellt wurden.

Umso mehr wunderte es mich in den vergangenen Wochen, dass sich das Live-Chat-Format noch so hartnäckig in der Schweizer Medienlandschaft hält:

  • Bei 20 Minuten steht Mister Schweiz Stephan Weiler im eTalk
  • Beim Blick ist es der Deutsche Superstar Thomas Godoj
  • Bei der BAZ Olivier Pagan als Direktor des Basler Zoos.

Auf den ersten Blick ist die Idee immer noch grossartig:

  • Leserinnen und Leser wissen am besten, welche Fragen Sie interessieren
  • Wo sonst kann das Publikum so einfach mal einen Prominenten befragen?

Vielen erscheint das Format deshalb als Inbegriff für Interaktion und echten Mehrwert im Vergleich zur Zeitung. Da lohnt es sich scheinbar auch heute noch in die Zukunft zu investieren.

Ich glaube nicht daran! Über kurz oder lang wird das Thema wieder von der Bildfläche verschwinden, denn der Rest der Medien entwickelt sich genau in die anderen Richtung:

  • Auf Video-Plattformen wie Youtube erreichen TV-Serien wie Stromberg erstaunliche Reichweiten, da sie dort zu jeder Zeit auf Wunsch abrufbar sind
  • Das Schweizer Radio DRS hat den „On-Demand“-Trend gut erkannt und bringt die wichtigsten Sendungen längst als Podcast
  • Bluewin TV hat nicht nur viele Kanäle und Video-On-Demand sondern ermöglicht mir Dank Festplattenrekorder auch TV-On-Demand.

Im Prinzip funktioniert das ganze Web unter der Devise: Gib mir meine aktuelle Informationen, wann und wo ich sie will. Warum, soll das ausgerechnet beim Live-Chat anders sein? Feste Sendezeiten sind ein Relikt aus alten TV-Tagen. Wirklich erfolgreiche Webformate lassen sich daraus sicher nicht entwickeln.

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Eine gewisse Gefahr für einen Beitrag in die Macho-Kasse gibt es bei diesem Beitrag ja schon. Und trotzdem wissen die männliche Leser dieses Blogs sicher, was ich meine: Schatz, schau mal die schöne Frisur. Und wer jetzt nicht auf die Zeitung schaut und sich laut wehrt hat schon verloren. Am nächsten Tag kommt plötzlich eine vollkommen neue Frau nach Hause. Die schönen langen Haare sind dann plötzlich einem Bubikopf mit Gel gewichen.

Das muss nicht mehr sein, meint auch die deutsche Frauenzeitschrift Brigitte und bringt einen wirklich überzeugenden Webservice auf den Markt. 28 Brigitte Frisuren zum ausprobieren, verspricht die aktuelle Augabe des Magazins. Für mich, Sinéad O‘ Connor und manchmal auch Britney Spears ein toller Service. Einfach mal ein Portraitfoto gemacht und der Spass kann losgehen.

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