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Archive for Mai 2008

Frisch aus den Ferien zurück, mag das Leben unter Touristen noch kein Ende nehmen. Schon eine Woche vor der UEFA EURO 2008 nimmt die Zahl der Touristen in Basel spürbar zu. Da stellt sich schon die Frage, wie das erst nach dem Anpfiff wird.

Mein wirelesse Device Chumby ist seit heute für den grossen Tag gerüstet. „Load Image from URL“ heisst das unscheinbare Widget, das mich in den kommenden Wochen auf dem Laufenden hält. Damit ist es mir möglich folgende Webcams in Basel auf den Chumby zu zaubern:

So sehe ich also immer, wo es zu grossen Touristenströmen in der Stadt kommt.

Mal sehen, wann es die UEFA merkt. Im Moment funktioniert auch noch: St. Jakob Park und der Blick auf die Fanzone Riviera. Das klappt sogar, wenn ein Basler Unser Bier auf meinem Tisch steht. Alle Aktiviäten kann so ein Sponsorenvertrag wohl doch noch nicht regeln.

Stadion via Webcam

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Yahoo, Fireball oder Lycos – zumindest in Deutschland gab es in der ersten Web-Welle eine ganze Menge Menschen mit der Idee zum Portal. Seitenweise wurde Web-Kataloge mit den besten Sites des Internets angelegt. So sollte der Leser über ein einziges Tor die bunte Welt des World Wide Webs entdecken.

An manchen Stellen sind die Überreste dieser Idee noch gut zu sehen. Mit dem Blick auf die heutige Stellung von Google wirkt der Gedanke heute allerdings etwas angestaubt.

Umso erstaunlicher ist eine Pressemitteilung zu einem neuen Schweizer Angebot mit dem Namen Swize:

„Swize“ heisst der erste auf die Schweiz fokussierte Newsaggregator, welcher speziell für das iPhone entwickelt wurde. Die unter www.swize.ch erreichbare Webanwendung ermöglicht es, News aus verschiedenen Quellen zusammenzuziehen und in einer für das Apple iPhone optimierten, kompakten Darstellung wiederzugeben.

Die wichtigsten Newsfeeds stehen dem Benutzer standardmässig zur Verfügung. Ohne Registrierung können beliebige weitere Newsquellen hinzugefügt werden. Die persönlichen Favoriten können separat verwaltet werden.“ (Quelle: www.frappant.ch)

Wie schon im Web hat die Idee auch in der Anfangsphase des iPhones seinen Charme. Mit einer erfreulich einfachen Navigation, kann ich News von Schweizer Medien, Internationaler Presse und anderen Quellen abrufen. Im heimischen WLAN geht das sehr schnell und einfach und erspart das mühsame Eintippen jeder Webadresse.

Solange keine Widgets für Schweizer Medienangebote vorhanden sind, ist dieser Service wirklich praktisch. Allerdings hat die Auswahl der Schweizer Quellen noch Verbesserungspotenzial: 20 Minuten, Basler Zeitung, Blick, Espace, NZZ, heute, punkt.ch, SF Tagesschau oder Swissinfo sind ein Anfang. Ein paar Angebote mehr hat die Schweizer Medienlandschaft aber schon zu bieten. Oder?

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Vor einem guten halben Jahr hatte ich einen Termin in Frankfurt am Main. Gut zwei Stunden haben wir mit einer Agentur über das Thema Widgets diskutiert. So richtig überzeugt war ich nicht. Trotz aller Vorteile, die bei Wikipedia über die kleinen Helferlein zu lesen sind, hatte ich meine Zweifel. Und das lag am „oder“.

Zu diesem Zeitpunkt konnte ein Widget für den Mac oder Windows Vista oder Facebook erstellt werden. Wer PC-Nutzer ohne Vista erreichen wollte, konnte ein solches Angebot noch für die Yahoo Widgets produzieren. Einen übergreifenden Standard gab es damals nicht. Gepaart mit der Tatsache, dass der Grossteil der Widgets sowieso nur funktioniert, wenn der User auch online ist, konnte ich den Mehrwert nicht erkennen.

Heute sehe ich das anders. Nicht die Anwendung Widget ist in Zukunft das Killerkriterium für eine solche Entscheidung. Ich glaube: Die Plattform ist entscheidend. Das hat sich schon bei meinem kleinen wireless device Chumby gezeigt. Wer mit einem Fingertipp online geht und schnell mal mit einem zweiten Fingertipp personalisierte Informationen abrufen kann, lernt die Vorteile von Widgets zu schätzen.

Deutlich wird das auch beim iPhone. Dank der überzeugeden Arbeit von Zibri berichten die Schweizer Medien inzwischen von 40 000 iPhones, die in der Schweiz im Netz sind. Während sich Telkos und Apple nicht einigen können, gibt es bereits 40 000 Schweizer, die zum Beispiel zuhause kostenlos mit dem iPhone im WLan surfen können.

Lange wurde über die Vision „always online“ spekuliert. Mit dem iPhone und einem heimischen drahtlos Netzwerk wird sie Wirklichkeit. Hier muss niemand ins Arbeitszimmer gehen und warten bis der Computer hochgefahren ist. Es genügt einen Tatstendruck und das Gerät ist online.

Bei allen faszinierenden Entwicklungen, die hinter dem Touchscreen des iPhones stecken, bleibt es in der Grösse beschränkt. Das Eintippen einer kompletten Webadresse bleibt mühsam. Und genau deshalb ist es ideal, wenn ich mit einem Fingertipp auf mein Widget-Symbol die personalisierter Information bekomme.

Jetzt die sind heimischen Medienhäuser gefragt. Im ersten Moment habe ich mich diebisch gefreut, dass zumindest die Wettervorhersage für Basel mit drei Klicks eingerichtet ist. Einen kleinen Schönheitsfehler haben wir noch: Die Wettermacher aus den USA (?) haben offenbar keinen Kontakt zu den Schweizer Wetterstationen. Basel ist wolkenlos und DRS 3 verspricht mir Temeperaturen von über 20 Grad. Mein vorinstalliertes iPhone-Widget zeigt mit aber einen regnerischen Tag.

Gut, dass ich vom Chumby schon das Widget des Wheather-Channels kenne. Das gibts auch für das iPhone. Und seine Trefferquote war in den vergangenen Wochen sehr gut.


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Alexander Wunschel ist Marketing- und Kommunikationsberater und lebt in München und betreibt den NewMedia-Podcast „Blick über den Tellerrand“ unter www.pimpyourbrain.de. Gleichzeitig produziert er Podcasts für Playboy, Starbucks und MSN.

Jetzt gibt es schon mehr als 160 Ausgaben von Deinem Podcast „Blick über den Tellerrand“. Kannst Du Dich noch erinnern, wie Du angefangen hast und was die Ursprungsidee war?

Das war Anfang 2005, drei Monate nachdem ich Podcasting kennen gelernt hatte. Damals entstand die Idee für die Mitglieder unseres Marketing-Club München einen Audionewsletter zu erstellen und dabei die Neuigkeiten aus den neuen digitalen Medien zusammenzufassen. Zudem wollte ich die Erfahrungen aus meiner Beratungstätigkeit auch für mich dokumentieren und mit anderen teilen. Daraus wurde dann das wöchentliche Format für die „Freunde der fröhlichen Marktbearbeitung“.

Was hat sich in Deiner Einschätzung zum Thema Podcast seit dem Start geändert?

Nun, wir haben seither ein rasantes Wachstum zu verzeichnen. Sowohl auf Seite der Content-Anbieter mit bis zu 130.000 Podcasts weltweit, als auch auf Seiten der Medienkonsumenten. Hier werden je nach Studie ca. 3 – 5% der Onliner als regelmässige Podcastnutzer angesehen. Podcasting und Web-Video sind beim Konsumenten auf ein latentes Bedürfnis nach Mediensouveränität gestossen, und die Aktivitäten in allen klassischen Medien zeigt, das dies zu einem evolutorischen Akt wächst. Audio-Podcasting und die Abonniermöglichkeit über iTunes hat aber immer noch mit der technischen Hürde „iPod / iTunes“ zu kämpfen. Aber die Nutzung auf der Website oder dem Weblog steigt stark an.

Du bist dafür bekannt, dass Du nicht über den Tellerrand schaust. Auch der Blick über die Stadtgrenze Deines Wohnorts Schwabing gehört in das Repertoire Deiner Shows. Was fällt Dir beim Thema Podcasting und Schweiz ein?

Na, ich blicke sehr wohl über den Tellerrand 😉 Zuerst freut es mir sehr auch viele Zuhörer in Österreich und der Schweiz begrüssen zu dürfen. Diese sind im Vergleich zu dem deutschen Publikum auch aktiver, wenn es um Feedback und Tipps für neue Inhalte geht. Sehr sympathisch an den beiden Nachbarländern ist die Art und Weise, wie sie mit dem Thema umgehen. Hier scheinen die Projekte wohl überlegt und konsequent und konzentriert aufgesetzt. Ich mag Österreich und die Schweiz einfach, und das mag auch an dem Dialekt liegen.

„PIMPS-Ranking – Der Podcast Integrity Marketing and Promotion Score“ ist das Stichwort unter dem Du die Qualität von Unternehmenspodcasts untersuchst. Was sind denn die häufigsten Fehler, die beim Thema Podcasts gemacht werden?

Mit dem P.I.M.P.S. untersuche ich ja Dimensionen wie Konzeption, Produktion, Distribution, Promotion und Sichtbarkeit der Angebote. Und gerade beim letzten Punkt habpert es noch bei vielen Unternehmen. Das Angebot aktiv und transparent mit einer Website oder einem Blog zu begleiten, damit die Auffindbarkeit und den Zugang zu erleichtern und Interaktion zu ermöglichen sollte erstes Ziel für ein Corporate Podcast sein. Das ist leider nicht immer gegeben, und man wundert sich dann über zu geringe Abrufe.

Was ist Dein Eindruck zum Einsatz von Podcasts in Zeitungs-Verlagen?

Verlage haben viel mit Audio-Podcasts experimentiert, aber viele sind aus deren Sicht gescheitert. Verlage sind andere Reichweiten gewohnt, und geben dann leider zu schnell auf. Hier scheint die gefühlte Nähe zu Video die Digitalen Medien zu dominieren, und ein paar hundert oder tausend Downloads passen einfach nicht in das gelernte Reichweitengeschäft.

Hast Du sowas wie eine persönliche Top 5 im Sinne von: Diese Podcasts muss man gehört haben.

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