Filme über Filme und an jedem klebt der verführerische Share-Button, mit dem sich das Video in die eigene Webseite integrieren lässt. Grundsätzlich wäre Youtube eine traumhafte Quelle für Journalisten um den Webauftritt der Tageszeitung aufzuwerten. Inzwischen gibt es fast kein Thema in der Online-Berichterstattung ohne einen passenden Beitrag auf der Videoplattform.
Wer jemals mit einem Medienrechtler über das Thema gesprochen hat, wird aber schnell vorsichtig. Wie andere Plattformen aus der Web 2.0-Ära arbeitet auch Youtbe mit Allgemeinen Nutzungsbedingungen , die kommerziellen Anbietern wie Verlagen nur wenig Spielraum zur Nutzung lassen.
Bei privaten Blogs, die nicht erfolgreich vermarktet sind, würden Juristen wahrscheinlich anders argumentieren. Doch hier spielt uns die Unternehmenspolitik in Schweizer Firmen einen Streich. Vergangene Woche war zu lesen, dass die Credit Suisse ihren Mitarbeiter den Zugang zu Facebook sperrt. Das ist grundsätzlich kein neues Phänomen, denn in anderen Schweizer Firmen wird der Zugang zu Blogs wie Blogwiese, Angeboten wie Mindmeister oder eben Youtube ebenfalls gesperrt.
Ich finde das in den meisten Fällen in Ordnung, denn Facebook und Fun-Videos gehören für den Grossteil der Schweizer eben nicht zu ihrem Job. Schwierig wird es nur, wenn immer mehr Blog-Posts an einem Youtube-Video aufgehängt werden. In der Büronutzung gibt es da bei einigen Lesern nur noch weisse Löcher und Fehlermeldungen.
In den vergangenen Wochen war das recht häufig beim Blog des Magazins De:Bug und dem Frogblog der Futurecom zu beobachten.
Heute soll das auch mal in diesem Blog passieren, denn gestern bin ich noch über einen tollen Clip zu Chumby, meinem neuen wireless Device, gestolpert.
Hier folgt ein Youtube-Video zu Chumby:
Hallo,
in welcher Firma ist denn der Zugang zur Blogwiese.ch gesperrt worden? Und seit wann? Hast Du da genauere Informationen dazu?
Gruss, Jens Wiese (leicht geschockt
Ausführliche Antwort per Mail. Alle anderen sollten nach dreidimensionalen Firmenlogos suchen