Ein alter Schulfreund, der lange als Berater in verschiedenen Firmen war, hat es mal sehr schön ausgedrückt. „Schlechtes Englisch“ ist die Sprache, die am häufigsten auf der Welt gesprochen wird.
„Ja lah. Courts are opeeeen.“ Das ist Taxifahrerslang und heisst soviel wie: „Klar, hör zu Mann! Die Zentren mit Imbissständen und Restaurants sind geöffnet.“ Ein wenig sprachliches Verbesserungspotenzial gibt es also auch in Singapur noch.
In einer Kooperation mit Nationalbibliothek und Straits Times hat STOMP auch für dieses Themea eine interessante Weblösung gefunden. „English as it is broken“ bringt Menschen die englische Sprache via Internet, Webvideo, Zeitung, Pop-Konzert und einem Buch näher. Das ist nur halb so trocken, wie es klingt, denn wenn die Leser die schönen Beispiele für schlechtes Englisch aus Speisekarten und Schildern einschicken, dann hat das auch einen grossen Unterhaltungswert. Das Buch landete für mehrere Wochen an der Spitze der Bestsellerlisten.
Ich glaube ich muss mir das Buch doch noch kaufen. Oder doch nochmal ein Mathebuch?
Heute morgen wäre mir nämlich fast der gleiche Fehler passiert, der im vergangenen Jahr bei der Berichterstattung über myspace oder youtube für Lacher gesorgt hat. In einer deutschen Meldung hatte jemand aus dem englischen Wort „billion“ eine deutsche Billion gemacht.
Über China berichtet die Straits Times in ihrer heutigen Ausgabe von „17 billions“ SMS in der Nacht von Chinese New Year. Nein, das sind keine 17 Billionen sondern nur 17 Milliarden und die sehen so aus:
17 000 000 000
17 Billionen sehen dagegen so aus:
17 000.000.000.000
Wenn ich jetzt nicht total falsch gerechnet habe, dann heisst das aber immer noch, das bei 1, 3 Milliarden Menschen in China jeder im Schnitt rund 13 SMS verschickt hat. Das wäre dann doch wieder beindruckend. Oder?
PS: Wenn ich bei diesen Gewächshaustemperaturen dann doch falsch gerechnet haben sollte, ist dies der Moment, in dem alle kommentieren dürfen.
