Let me say this first: I am definitely not a fan of the Microsoft CEO Steve Ballmer.
When I was working for a German internet service provider, our chief marketing officer thought that showing us a clip of how Steve whips up the people at Microsoft would be a good motivator.
I wasn’t motivated. I was just shocked.
This moment fixed my picture of Ballmer for the eternity. So I was really surprised when I saw an article on paidcontent.org this morning discussing Ballmer’s speech at the Cannes Lions International Advertising Festival.
The same crazy jumping Ballmer that shocked me some years ago said one of the most interesting things I have read about the financial crisis in traditional media in the last weeks:
“I don’t think we are in a recession, I think we have reset,” he said. “A recession implies recovery [to pre-recession levels] and for planning purposes I don’t think we will. We have reset and won’t rebound and re-grow.” Ballmer, named media person of the year at this year’s festival, also painted a bleak picture for the future of traditional media, arguing that newspaper publishers have failed to generate new revenues from the digital opportunity. He said that within 10 years all traditional content will be digital“
I have seen a lot of boring articles about Google killing quality journalism in the last months. Some people were asking if media should be the next industry that has to be supported by the governments. There are still a lot of tradional media companies praying that the hypothesis of Wolfgang Riepl stays true. He said in 1913 that „new media never make the old media disappear“.
We need traditional media to understand the most important questions in international relations, security and foreign policy. Of course we are impressed by the possibilities of the internet and the rising influence of social media like blogs, Facebook or Twitter. Yes, these days the Tweets from Iran are amazing. But as my colleague Rashunda Tramble mentioned in the ISN Blog: „Tweetable doesn’t automatically mean reliable.“
Therefore I should probably rethink my picture of Steve Ballmer. Maybe a jumping, stomping and yelling man is needed to wake up traditonal media and save their important role in our understanding of international relations and foreign policy.
Dieser Artikel wurde ursprünglich im ISN Blog veröffentlicht.
2009 war bisher nicht mein Blogger-Jahr. Gut ein Jahr nach dem ersten Blog-Beitrag ist es deshalb Zeit für eine Pause. Dieser Blog wird vorerst nicht mehr aktualisiert.
Heute schon nachgeschaut, was Google über Dich weiss? Manchmal schadet das wirklich nicht. Ganz neu ist die Diskussion zum Thema Online-Reputation nicht. Es macht sich einfach nicht gut, wenn die Personalabteilung ihren Bewerber wegen aussagekräftiger Partyfotos schon vor der Einstellung als Kampftrinker identifiziert. Eigentlich sollte das inzwischen jeder mal gehört haben.
Doch auch ohne ausschweifenden Lebenswandel lohnt es sich mal zu fragen: Was weiss Google über mich? Die private Handynummer, eine Beziehung mit einer Frau namens Claudia, Claudias Telefonnummer im Büro, die Vergangenheit in einer Rockband… Der 29jährige Franzose Marc L. war ganz offenbar etwas unvorsichtig mit seinen persönlichen Daten im Netz. Deshalb hat das französische Magazin “Le Tigre“ mit ihm eine gleichermassen faszinierende wie erschreckende journalistische Darstellungsform erfunden: “Das Google-Portrait.”
Wer keine Lust auf Portraits in französischen Magazinen hat, sollte sich bei Facebook in der Rubrik “Settings” mal ganz in Ruhe den Bereich “Privacy Settings” anschauen. Sowas gibt es auch in den meisten anderen Social-Media-Angeboten.
Es wäre so schön. Mit einem einfachen Klick könnte YouTube die ganze Online-Welt der Tagsezeitungen im Web verändern. Wäre es nicht praktisch, wenn jede Tageszeitung auf ihrer Webseite einfach einen Player integrieren könnte und passend zu jeder Story auch eines der unzähligen Videos von YouTube veröffentlichen könnte? Wer sich mal die Mühe macht und mit einem Juristen über dieses Thema redet, lässt das schnell sein. Denn schon in den Nutzungsbedingungen steht:
„You agree not to use the Website, including the YouTube Embeddable Player for any commercial use, without the prior written authorization of YouTube. Prohibited commercial uses include any of the following actions taken without YouTube’s express approval:
sale of access to the Website or its related services (such as the Embeddable Player) on another website;
use of the Website or its related services (such as the Embeddable Player), for the primary purpose of gaining advertising or subscription revenue„
Wäre spannend zu wissen, wie die US-Anwälte reagieren, wenn Sie sehen, welche Schweizer Newsportale mit Banner-Werbung so alles YouTube-Videos syndizieren und neben ihren Artikeln integrieren. Im vergangenen Jahr hat mich auch mal ein Jurist darauf aufmerksam gemacht, dass die „Terms of Use“ vieler Angebote im Web 2.0 eigentlich nur für den Gebrauch von Privatpersonen gemacht sind. Das heisst, dass sich Medienhäuser dann sowieso nicht auf diese „Terms of Use“ berufen können, wenn sie bei der Nutzung eines solchen Dienstes irgendwelche Copyrights verletzen. Zu Risiken und Nebenwirkungen bei Content-Syndizierung im Web 2.0 fragen Sie also besser den Anwalt ihres Vertrauens.
Trotzdem sollte YouTube nicht aus dem Blickwinkel von Tageszeitungsmachern verschwinden. In den USA haben die Verlage längst die Marketing-Power dieser Plattform erkannt. Wer seine eigenen Newsvideos zusätzlich noch über YouTube anbietet scheint einen echten Vorteil zu haben. Bei www.10000words.net gibt es eine schöne Übersicht von mehreren hundert Verlagen, die zu dieser Überzeugung gekommen sind:
Für Webverantwortliche sind Usability-Tests manchmal eine herbe Enttäuschung. Selten agieren unbedarfte Nutzer so, wie sich die Verantwortlichen das mal bei der Konzeption der Webseite vorgestellt haben. Das zeigt sich sogar beim iPhone, das sonst so oft wegen seiner intuitiven Handhabung gelobt wurde.